Interview in SÜDTIROLERIN Juli

Zahnarzt Anton Plattner im Gespräch

Orlando, San Diego, Singapur – der Brixener Zahnarzt Anton Plattner ist seit Jahren im Dienste der Zahngesundheit unterwegs und gilt mittlerweile als Pionier im Bereich minimal-invasiver Behandlungsmethode von Zahnfehlstellungen, der Kollegen weltweit als Vortragender in seine Geheimnisse der Zahnkorrektur einweiht. Im Interview mit der SÜDTIROLERIN sprach er über die minimal-invasive Methode, sein Buch und Neuigkeiten aus seiner Praxis.

Sie gelten als Vorreiter in Punkto minimal-invasiver Behandlungsmethode von Zahnfehlstellungen. Als Experte jetten Sie auch rund um den Globus, um auf internationalen Kongressen ihr Wissen weiterzugeben. Wie kamen Sie selbst zu dieser innovativen Behandlungsmethode?

Vor genau zehn Jahren nahm ich in Barcelona am Damon Symposion teil. Dr. Damon sprach vor rund 2.000 Kieferorthopäden und erklärte seine innovative minimal-invasive Behandlungsmethode. Das dritte Bild bei seinem Vortrag hat mich erstaunt. Er sagte: „Vergessen Sie die Dogmen in der Kieferregulierung!“ und zeigte uns, wie einfach man schwere Fehlstellungen korrigieren kann. Es gibt mehr als 60 Schulen nach denen man behandeln kann. Die Methode von Dr. Damon habe ich Laufe der Jahre verbessert und überarbeitet.

Was unterscheidet Ihre Methode von anderen? Ist Spange nicht gleich Spange?

Leider behandeln noch viele Kollegen nach alter Schule mit komplizierten Hilfsmitteln. Oft werden dann für eine Zahnspange auch unschuldige gesunde Zähne gezogen. Heutzutage sollte man nur noch dann gesunde Zähne ziehen, wenn sie nicht zum Gesicht passen und der Mund zu voll ausschaut. Wegen eines Engstands ist das Zähneziehen nicht mehr notwendig. Im November bin ich eingeladen, auf dem Weltkongress in Singapur einen Vortrag zu halten. Da erkläre ich, wie einfach man schwierige Zahnfehlstellungen behandeln kann, ohne gesunde Zähne zu ziehen und ohne risikoreiche Operationen. 

Dieser minimal-invasiven Methode haben Sie ein eigenes Buch gewidmet mit dem Titel „Orthodontic System Plattner“. Welches Ziel verfolgen Sie mit diesem Buch?

Mein Buch sollten die Lehrenden auf den Universitäten lesen. Meine Botschaft möchten sie dann den Studenten weitergeben, damit meine minimal-invasive Behandlungsmethode zugunsten der Patienten zur Standardbehandlung in der Zahnregulierung wird. Das Buch soll ein Navigator für junge Kieferorthopäden sein. Die alten Behandlungsmethoden sollten endlich ausgedient haben. Sie selbst sind immer im Dienste Ihrer Patienten unterwegs und besuchen im Laufe eines Jahres unzählige Kongresse, wie zuletzt in Orlando oder San Diego, um sich fortzubilden.

Mit welchen Neuigkeiten im Gepäck sind Sie nach Südtirol zurückgekommen?

Fortbildung ist der Schlüssel zum Erfolg. Ich habe bei den unzähligen Kongressen im In- und Ausland den Kontakt mit den Referenten gesucht und mit ihnen einen Gedankenaustausch gemacht. Durch den Vergleich der verschiedenen Behandlungstechniken habe ich gelernt, die Spreu vom Weizen zu trennen. Ich habe den Drang verspürt, meine Erfahrungen weiterzugeben und mein Wissen zu teilen, denn ich bin überzeugt, dass sich meine minimal-invasive Behandlungsmethode rasant verbreiten wird. Große Freude bereitet mir, dass meine Tochter Julia mit ihrem Freund Markus im Jänner 2018 eine eigene Zahnarztpraxis eröffnen wird, wo sie nach meiner minimal-invasiven Behandlungsmethode behandeln wird. Mein Sohn Florian wird ihr implantologisch minimal-invasiv zur Seite stehen. Ich werde weiterhin an Kongressen teilnehmen und mein Wissen an Kollegen weitergeben. Es wird nicht langweilig werden. Die Zahnheilkunde ist spannend und jeder Tag ist wie eine Bergtour, da braucht es auch Kraft, gesunden Hausverstand und ein klar definiertés Ziel. Jeder Kongress ist für die meine Zahnarztpraxis eine Bereicherung und ein Motivationsschub, zugunsten der Patienten besser zu behandeln.

Interview: Barbara Zöll



Mit Frau Prof. Paula Cozza - Präsidentin SIDO Italia aus Rom







Interview mit dem Zahnarzt und Weltenbummler Dr. Anton Plattner

Seit über zehn Jahren sind Sie weltweit im Namen der Zahnmedizin unterwegs. Warum nehmen Sie an so vielen internationalen Kongressen teil?
Während meines Studiums der Zahnmedizin in Innsbruck in den Jahren 1979 bis 1981 lernte ich zwar auch die Behandlung von Zahnfehlstellungen, der Fokus lag aber auf Füllungen, Kronen und Prothesen. Die Implantogie steckte noch in den Kinderschuhen. 1995 setze ich meine ersten Implantate, während ich Patienten mit Zahnfehlstellungen zu Fachkollegen schickte. Damals wurden gesunde Zähne gerissen, um Zähne zu regulieren. Das leuchtete mir nicht ein und so absolvierte ich zwischen 2002 und 2005 eine Ausbildung bei einem kalifornischen Zahnarzt in Wien. Ganz überzeugte mich diese Form der Behandlung allerdings auch nicht, sie bedurfte zu vieler Hilfsmittel und war sehr umständlich. Also suchte ich andere Wege: Seit 2007 besuche ich jährlich die Weltkongresse in Amerika, bei denen etwa 100 Zahnärzte ihre neuesten Techniken vorstellen. Ein Weltkongress ist für mich wie für einen Sportler die Olympiade: Dabei sein ist alles! Am Anfang konnte ich allerdings nicht die Spreu vom Weizen trennen. Heute weiß ich, dass die beste Behandlung die minimalinvasive Methode ist, und zwar die von Dr. Damon, der ein Bracket entwickelt hat, das mit zarten Drähten und Kräften arbeitet. Seit rund 10 Jahren konzentriere ich mich darauf.

Im November 2016 sind Sie selbst als Vortragender beim Weltkongress in Taiwan eingeladen. Was werden Sie den internationalen Experten vorstellen?
Es ist das erste Mal, das ich einen Vortrag auf einem Weltkongress halten darf. Meine zwei jüngsten Kinder werden mich begleiten. Dabei habe ich die Gelegenheit, meine Botschaft zu verbreiten, dass Zahnregulierung heute einfach und übersichtlich geworden ist. Heute kann man mit ganz wenigen Mitteln und oft ohne gesunde Zähne ziehen zu müssen Fehlstellungen behandeln. Diese minimalinvasive Methode werde ich anhand von zwei schwierigen Fällen aus meiner Praxis vorstellen.

Was sind die neuesten Trends in der Zahnmedizin?
Ohne Zweifel die minimalinvasiven Behandlungsmethoden, die bei Keramikfüllungen und -schalen an den Frontzähnen beginnen. Statt Brücken auf beschliffenen, gesunden Zähnen werden Implantate gesetzt. Bei den Zahnspangen geht der Trend in Richtung kurze Behandlung mit selbstligierenden Brackets, zarten Kräften und Elastiks. Schiefe Zähne kann man auch mit durchsichtigen schienen und zahnfarbenen Brackets in kurzer Zeit behandeln. Den jungen Zahnärzten möchte ich sagen, dass sie sich nicht von der Industrie blenden lassen sollen, sondern die minimalinvasive Methode erlernen sollen.

Sie sind Zahnarzt aus Leidenschaft und haben diese auch an zwei Ihrer fünf Kinder weitergegeben, die im nächsten Jahr ihr Zahnmedizinstudium beenden und dann in Ihrer Praxis mitarbeiten werden. Was fasziniert Sie so an diesem Beruf?
Für mich ist es eine große Freude, dass von meinen fünf Kindern die zwei jüngsten den Zahnarztberuf gewählt haben. Für diesen Beruf braucht es Freude und Begeisterung. Beide haben mich zu den Weltkongressen nach Amerika und China begleitet. Sie konnten sehen, wie sich die Zahnmedizin entwickelt, haben Kontakte geknüpft und können zwischen schlechter und guter Zahnmedizin unterscheiden. Das wird sie erfolgreich machen. Der Zahnarztberuf fasziniert mich deshalb, weil man den Patienten meistens ein Geschenk fürs Leben machen kann: Ein schönes Lächeln ist oft der Schlüssel zum Erfolg. Als Zahnarzt stellt man oft nicht nur die Zähne gerade, sondern gibt den Patienten ihre Freude und Lebenslust wieder zurück. 

Erschienen in "Südtirolerin" Interview: Barbara Zöll (Original anschauen)

Interview mit dem Brixner Zahnarzt Dr. Anton Plattner in der Südtirolerin

Kreuzbiss, verkehrter Überbiss, Vorbiss – vielen Eltern ist dieses medizinisches Vokabular nicht fremd. Schätzungen zufolge leiden rund 40 Prozent aller Kinder und Jugendlichen an einer Zahnfehlstellung. Wann ist der richtige Zeitpunkt, um mit einer Behandlung zu beginnen?

Ein Kreuzbiss sollte schon ab dem sechsten Lebensjahr von einem Kieferorthopäden therapiert werden, etwa mit einem abnehmbaren Gerät, das den Kiefer dehnt. Ich behandle in diesen Fällen auch myofunktionell nach Dr. Rollet. Man bezeichnet dies als Phase 1 der Behandlung. Damit kann die Phase 2 der Behandlung, die startet, nachdem alle bleibenden Zähne durchgebrochen sind, vereinfacht oder gar ausgeschlossen werden. In den anderen Fällen setze ich eine Zahnspange erst dann ein, sobald alle bleibenden Zähne, außer die Weisheitszähne, vorhanden sind. Das ist meistens unmittelbar vor dem Wachstumsschub der Fall, der bei Mädchen rund ein Jahr früher stattfindet, also zwischen 12 und 14 Jahren. Der richtige Zeitpunkt sowie das richtige Material sind das Geheimnis für eine erfolgreiche Kiefer- und Knochenregulierung.

Minimal-invasiv lautet das Stichwort in der Medizin, auch in punkto Zahnregulierung. Welche Methoden stehen heutzutage zur Verfügung?

Heute kann man dank der technischen Entwicklungen und Neuerungen auch in der Kiefer- und Zahnregulierung minimal-invasiv behandeln. Konkret heißt das, dass in den meisten Fällen keine gesunden Zähne gezogen werden und nur wenige Hilfsmittel zum Einsatz kommen. Es ist wie in der Chirurgie: Früher machte man große Schnitte bei einer Gallensteinoperation, heute zertrümmert man sie mittels Ultraschall, die dann endoskopisch abgesaugt werden. Der Patient verlässt nach einem Tag das Krankenhaus. Bei der Zahnregulierung ist es ähnlich. Vor zehn Jahren trug man rund zwei bis vier Jahre eine Zahnspange und benötigte viele heute unnötige Hilfsmittel. Heutzutage dauert eine Behandlung mit meinem minimal-invasiven Behandlungssystem selten länger als 18 Monate.

Gerade für Kinder bedeutet das Tragen einer Zahnspange oftmals eine große Belastung. Welche Vorteile bietet die minimal-invasive Methode?

Während man früher mit starken Zug- und Druckkräften gearbeitet hat, genügen heute ganz zarte Kräfte von 60 bis 180 Gramm. Die schiefen Zähne werden mit ganz zarten Gummizügen und Nikeltitandrähten bewegt. Diese Drähte werden vier- bis fünfmal gewechselt und werden jedes Mal dicker. Stahldrähte benütze ich nur noch ganz selten, und große Lücken schließe ich mit Implantaten. Behandelt werden kann bis ins hohe Alter. Es braucht dazu nur das richtige Material! Um das zu verstehen, habe ich die ganze Welt bereist. Anbei einige Beispiele, bei denen ich die schiefen Zähne behandelt habe, und dadurch auch der Gesichtsausdruck harmonischer wurde. Ich wünsche meinen Patienten Freude beim schönen Lachen!

Interview: Barbara Zöll

Beim Damon-Forum in Orlando mit den besten Kieferorthopäden der Welt und ca. 1.500 Ärzten. Darunter Prof. Chris Chang, Prof. Damon, Prof. Badavi, Prof Bagden, Prof. Sarver, Prof. Giuducci, ...

Die Welt bewegen wir nur mit der Jugend.

Mit Prof. Proffit

Schönste Grüße vom Weltkongress für Zahnregulierung in Philadelphia


> Hier kann der Beitrag über Zahnprothesen und Implantate, welcher in unserer Zahnarztpraxis gedreht wurde, angeschaut werden.

Am 2. April 2012 machte Dr. Plattner Anton Josef im RAI Sender Bozen von 9.00 bis 10.00 Uhr live eine Sprechstunde über Parodontose und Parodontitis. Parodontitis ist die zweithäufigste Erkrankung nach Karies. In Südtirol ist mehr als die Hälfte der Bevölkerung von dieser Erkrankung betroffen. Dr. Plattner hat in der Livesendung Tipps und Tricks verraten, wie man die Erkrankung vermeiden kann und was man macht, wenn man davon betroffen ist.

Dr. Plattner bedankt sich für die Einladung des Rai Sender Bozen: "Ich hoffe, dass meine Botschaft für die Zahnerhaltung von den Höhrerinnen u Höhrern verstanden wurde."

Zahnarzt Anton Plattner feierte am 6.4.2011 in Sarns sein 30-jähriges Berufsjubiläum.

Sein Beruf ist seine ganz große Leidenschaft. Das war auch bei seinem Vortrag anlässlich seines 30-jährigen Berufsjubiläums in Sarns nicht zu überhören. Mit einer ansteckenden Begeisterung berichtete der renommierte Brixner Zahnarzt Dr. Anton Josef Plattner über die vielfältigen Möglichkeiten der modernen Implantologie – seinem Lieblingsgebiet, dem er Jahr für Jahr unzählige Fortbildungsstunden widmet und für das er auch gerne rund um den Globus jettet. Nicht umsonst vertrauen ihm zahlreiche Patienten/Innen seit nunmehr 30 Jahren ihre Zähne an, unter ihnen auch der verstorbene Bischof Wilhelm Egger, aus dessen Nachlass der Zahnarzt zum Dank eine Verdienstmedaille erhielt. Nach dem anschaulichen Vortrag klang der Abend gesellig aus. Seine Tochter Barbara umrahmte das Fest musikalisch auf ihrer Harfe.

Erschienen in "Südtirolerin" (Original anschauen)

Die Zahnarztpraxis von Dr. Anton Josef Plattner feierte am 6. April 2011 ihr 30-jähriges Bestehen. Zu diesem Anlass lud der engagierte Zahnarzt Freunde und Verwandte zu einer kleinen Jubiläumsfeier ins Bildungshaus nach Sarns.

Erschienen in "Südtirolerin" (Original anschauen)

Das Journal zum Jubiläum

DIE THEMEN:


1. Ein Blick zurück
2. Die heutige Praxis
3. Entwicklung
4. „Stillstand bedeutet Rückschritt“ – Kongresse rund um den Globus
5. 8000er in der Praxis:
a. Kieferchirurgie – auf die schiefe Bahn geraten?
b. Implantologie – die „neue“ Zahnmedizin
c. Vorbeugen ist die halbe Miete - Der Prophylaxe gehört die Zukunft
6. Was ist das Geheimnis seines Erfolges?
7. Rätsel – Witze - Kinderseite

Online lesen

Unermüdlicher Einsatz

30 Jahre Praxisfeier mit Freunden und Zahnarztkollegen

Einige Bilder von Dr. Plattner

Zwei Krähen im Gebirge

Wiesen vor der Maht

Sommertraum

Exotica

Dieses Bild entstand als letztes Bild zur Geburt meiner vierten Tochter und ziert den Warteraum meiner Praxis seit nunmehr fast 20 Jahren. Es ist mein Lieblingsbild, da es einen guten Abschluss meiner Malkarriere darstellt!

Neues aus der Zahnheilkunde

Wer wünscht sich nicht ein perfektes Lächeln? Die Stars machen es uns vor: Schneeweiße Zähne in Reih und Glied strahlen von den Cover der Hochglanzzeitschriften. Das nehmen sich viele zum Vorbild und lassen sich das ästhetisch perfekte Lächeln durch Zahnregulierung schaffen. Anton Plattner, bekannter Zahnarzt in Brixen, der auf eine langjährige Berufserfahrung zurückblicken kann, spricht in der SÜDTIROLERIN über Neuheiten und Veränderungen in der Zahnmedizin.

Die SÜDTIROLERIN: Herr Plattner, worauf kommt es in der Zahnmedizin besonders an?
Dr. Plattner: Das Um und Auf ist die richtige Indikation, das heißt, die richtige Diagnose. Deshalb bin ich auch der Meinung, dass ein Zahnmediziner ein breites Wissensspektrum haben muss. Zahnheilkunde ist ähnlich wie die Ganzheitsmedizin darauf angewiesen, dass auch den Zähnen benachbarte Bereiche miteinbezogen werden. Dadurch wird die Beratung wesentlich erleichtert. Bei der richtigen Diagnose liegt die heutige Erfolgsquote wesentlich höher als früher, z. B. in der Implantologie, bei ca. 97 Prozent.

Die SÜDTIROLERIN: Welche Neuerungen gab es in den letzten Jahren in der Zahnheilkunde?
Dr. Plattner: Innerhalb der letzten 20 Jahren hat sich viel verändert, denn als ich angefangen habe zu praktizieren, hatte man noch ein völlig anderes Wissen. Zu Beginn der 80er Jahre wurde noch viel mit Prothesen gearbeitet. Das heißt, wollte man einen fehlenden Zahn ersetzen, mussten auch gesunde Zähne abgeschliffen werden, um dazwischen die fixen Zähne anbringen zu können. Es war mehr eine reparative Form der Zahnmedizin. In den 90er Jahren allerdings gab es dann einen großen Fortschritt: Die Implantologie wurde zur gängigen Methode. Dabei werden fehlende natürliche Zahnwurzeln ersetzt, vorwiegend durch eine Schraube aus Titan, die im Kieferknochen verankert wird.

Die SÜDTIROLERIN: Gibt es einen erkennbaren qualitativen Unterschied zwischen natürlichen und implantierten Zähnen?

Dr. Plattner: Die Abstoßung von implantierten Zähnen ist sehr gering. Auch die damit behandelten Patienten haben so gut wie keine Probleme mit Implantaten. Optisch betrachtet gibt es überhaupt keinen Unterschied zwischen natürlichen und implantierten Zähnen.

Die SÜDTIROLERIN: Wie sehen Sie die Zukunft der Zahnmedizin?
Dr. Plattner: Die Menschen von heute achten viel mehr auf ihre Zähne und nehmen auch regelmäßige Kontrollen in Anspruch. Der Zahnarzt der Zukunft wird weniger mit der Reparatur der Zähne zu tun haben, sondern vielmehr auf Prophylaxe übergehen und zu einem „Zahnberater“ werden. Vielleicht ermöglicht es der Fortschritt sogar eines Tages, dass es eine Impfung gegen Karies geben wird, Füllungen werden dann überflüssig werden. Bereits in den letzten Jahren sind die Behandlungsschritte in der Zahnheilkunde – auch Material bedingt – sehr viel einfacher geworden. Dieser Trend wird sich sicher fortsetzen. Die Zahnregulierung wird es immer brauchen, nur Kariesfälle wird es weniger geben und somit weniger Füllungen und weniger Implantate.

Die SÜDTIROLERIN: Was kann man außer Zähne putzen noch dafür tun, dass einem die eigenen Zähne erhalten bleiben?
Dr. Plattner: Das Wichtigste ist wohl die ständige Pflege. Man sollte mindestens zwei Mal jährlich zur Kontrolle den Zahnarzt seines Vertrauens aufsuchen. Das ist wohl die beste Investition. Das Schlimmste, was man machen kann, ist, seine Zähne völlig verkommen zu lassen, um sie dann im Ausland billig wiederherzustellen.

Die SÜDTIROLERIN: Was fasziniert Sie persönlich an der Zahnmedizin?
Dr. Plattner: Ein für mich sehr interessantes Gebiet ist die Zahnregulierung. Es ist meine größte Freude und Herausforderung, meinen Patienten ein schönes und makelloses Lächeln zu schenken. Es ist einfach faszinierend, wie man mit den heutigen Mitteln, zum Beispiel mit einer Spange, schiefe Zähne verschieben und in die richtige Position bringen kann.

Erschienen in "Südtirolerin" (Original anschauen)

Interview mit Dr. Anton Plattner über die Trends in der Zahnheilkunde

„Stillstand bedeutet Rückschritt“, so lautet ein bekanntes Sprichwort. Davon ist auch der renommierte Brixner Zahnarzt Anton Plattner überzeugt. Daher investiert er im Jahr über 300 Stunden seiner Freizeit für Fortbildungsveranstaltungen im In- und Ausland. Derzeit absolviert er als einziger Südtiroler Zahnarzt eine Masterausbildung für Kieferorthopädie in München. Im Interview mit der SÜDTIROLERIN spricht der Experte über die Zukunft der Zahnheilkunde.

Die SÜDTIROLERIN: Sie sind seit über 30 Jahren Zahnarzt. Was hat sich seit Ihren Anfängen in der Behandlung geändert?
Dr. Anton Plattner: In den ersten zehn Jahren meiner Berufserfahrung hatten wir Zahnärzte vor allem reparative Aufgaben, wenn der Schaden bereits aufgetreten war. Kariesbehandlungen waren an der Tagesordnung. Früher mussten kranke Zähne viel schneller gezogen werden. Ersetzt wurden sie durch abnehmbare Prothesen oder fixe Brücken. Bei einem vollkommenen Verlust der Zähne gab es nur eine Prothese (Gebiss). In den vergangenen Jahrzehnten hat sich die Zahnmedizin enorm weiterentwickelt. Heute steht der Zahnerhalt bis ins hohe Alter im Mittelpunkt.
Lässt sich der Zahnverlust nicht vermeiden, so sind Implantate heute Standard geworden. Die Vorteile liegen auf der Hand. Durch die Verankerung mittels einer Titanschraube direkt im Kieferknochen müssen die benachbarten Zähne nicht mehr beschliffen werden. Die gesunde Zahnsubstanz bleibt damit erhalten. Entgegen der gängigen Meinung sind Implantate auch günstiger, denn es müssen nur die fehlenden Zähne ersetzt werden. Im Gegensatz zu Brücken können Implantate wie die eigenen Zähne gepflegt werden. Zu guter Letzt ist auch das optische Resultat schöner. Implantierte Zähne können praktisch nicht mehr von echten unterschieden werden.

Erschienen in "Südtirolerin" (Original anschauen)

Dr. Anton Plattner über die Vorteile in der modernen Zahnmedizin

Der Brixner Zahnarzt Dr. Anton Plattner ist unterwegs – im Namen der Zahnmedizin. Er besucht weltweit Kurse und internationale Kongresse, um immer auf dem neuesten Stand zu sein und seinen Patienten die bestmögliche Behandlung anbieten zu können. Pro Jahr investiert er zirka 300 Stunden seiner Freizeit in Fortbildungsveranstaltungen. Zähne tragen zu einem Großteil zum optischen Gesamteindruck bei. Ein schönes, strahlendes Lächeln signalisiert Attraktivität und Gesundheit. Wenn ein Mensch mit seinen Zähnen unzufrieden ist, hat dieser automatisch ernstere und vielleicht auch verkrampfte Gesichtszüge, weil er sich nicht traut zu lachen; oder weil er sich schämt, es ihm peinlich ist, „Zähne zu zeigen“. Aber soweit muss es gar nicht kommen. Heute gibt es tausende Möglichkeiten in der Zahnmedizin, um dem Abhilfe zu schaffen. Aber welche ist die richtige Methode? Dr. Anton Plattner besucht jährlich etliche Kurse und Kongresse weltweit, zum Beispiel war er auf einem großen Kieferorthopädie-Kongress im Boston-Convention-Center/USA, einer Diskussionsplattform für 18.000 Berufskollegen. Hier konnte er sich mit Zahnärzten aus aller Welt austauschen und sich ein konkretes Bild über den derzeitigen Stand der Zahnmedizin verschaffen konnte.

Die SÜDTIROLERIN: Herr Dr. Plattner, überall spricht man von Krise, auch in der Zahnmedizin?
Dr. Anton Plattner: Ich würde sagen, jetzt ist eine gute Zeit für Zahnbehandlung. Denn es gibt heute viele neue, einfachere und mit weniger Schmerz verbundene Methoden, um dem Patienten zu einem dauerhaft schönen Lächeln zu verhelfen. Denn auch in Krisenzeiten sollte man das Lachen nicht vergessen.

Die SÜDTIROLERIN: Wo liegen die Schwerpunkte und Vorteile der „neuen“ Zahnmedizin?
Dr. Anton Plattner: In der Implantologie und der Kieferregulierung. Es ist unglaublich, aber ich kann heute einen zahnlosen Kiefer mit Implantaten versorgen und darauf fixe Kronen anbringen. Das bedeutet, der Patient hat bis zu seinem Lebensende feste Zähne, fast wie echt. Das ist ein riesiger Fortschritt, vor allem für zahnlose Patienten! Die Erfolgschancen hierbei sind so groß, dass ich meinen Patienten folgendes anbieten kann: Sollte sein Kiefer das Implantat abstoßen, muss der Patient die Kosten für die Prozedur nicht übernehmen. Aber das kommt extrem selten vor. Die Implantologie hat sich auch in der Einzelzahnversorgung bewährt. Nur noch ganz selten muss gesunde Zahnsubstanz für eine Brücke geopfert werden. Somit werden wir Zahnärzte auch immer öfter unserem eigenen Anspruch gerecht, denn das oberste Gebot in der Zahnheilkunde lautet: Gesunde Zahnsubstanz erhalten. Die Implantologie ist mittlerweile zum Standard geworden und aus der Zahnheilkunde und Kieferorthopädie nicht mehr wegzudenken.

Die SÜDTIROLERIN: Und was gibt es Neues in der Kieferregulierung?
Dr. Anton Plattner: Das Besondere hierbei sind die zarten Kräfte, mit denen gearbeitet wird. Mit Hilfe der Zahnregulierung (Zahnspange) kann man die Zähne nicht nur im Knochen sondern mit dem Knochen bewegen. Der Kiefer wird breiter (5-10 mm!), die Zähne gerader und das Lächeln strahlender. Der größte Vorteil ist aber, dass man fast nie mehr gesunde Zähne ziehen muss. Die Behandlung funktioniert bei Kindern und auch bei Erwachsenen, ist angenehmer und braucht weniger Zeit. In Mai in Boston auf dem Weltkongress konnte ich sehen, dass diese Zahnregulierung keine Modeströmung ist. Für mich wäre das Arbeiten mit einer alten Behandlungsmethode nicht mehr denkbar. Eine weitere Neuigkeit sind die Miniimplantate. Mit diesen zarten Titan-Implantaten (8-10 mm lang, 1,8 mm breit) kann man so manche Kiefer-OP verhindern. Ich nutze sie auch für ein festes Zahnprovisorium, zum Beispiel nach einer kieferorthopädischen Behandlung; wenn ein Zahn nicht angelegt ist. Wenn der Knochen ausgewachsen ist, mit zirka 18 Jahren, kann die Zahnlücke dann mit einem fixen Implantat versorgt werden.

Die SÜDTIROLERIN: Es gibt doch sicherlich hunderte von Implantatsystemen. Nach welchen Kriterien treffen Sie Ihre Entscheidung?
Dr. Anton Plattner: Nun, das ist ähnlich wie im Profisport. Ganz wichtig sind sicherlich das Wissen und das Können. Aber ein Skifahrer kann noch so gut Ski fahren; wenn er einen Ski aus schlechtem Material hat, wird er das Rennen nicht gewinnen. Und so ist es auch bei mir. Das Material hat einen immens großen Einfluss auf das Ergebnis meiner Arbeit. Ich habe für mich das beste Material und komfortabelste System gefunden und bin sehr zufrieden damit. Um das beste Material und Behandlungssystem zu finden, habe ich die ganze Welt bereist.

Die SÜDTIROLERIN: Ich danke Ihnen sehr für das Gespräch und wünsche Ihnen weiterhin viel Erfolg bei Ihrer Arbeit.

Erschienen in "Südtirolerin"